Aktuelles:
"Software-TÜV für Mittelständler": Das "GlobaliSE-Projekt" verbessert Outsourcing-Möglichkeiten bei der Programmentwicklung
Im Rahmen des Campus-Reports auf Uni-Radio Baden wurde Prof. Ralf Reussner zum GlobaliSE-Projekt interviewt.
Best Paper Award für Lars Klimpke
Mitarbeiter des Lehrstuhls von Professor Dr. Armin Heinzl, Partner des GlobaliSE-Projektes, erhalten den „Best Paper Award“ der ICSEA 2009
Projekt GlobaliSE analysiert Outsourcing-Mängel
Fachkräftemangel und Wettbewerbsdruck zwingen zunehmend auch mittelständische Unternehmen in Baden-Württemberg dazu, die Softwareentwicklung teilweise ins Ausland zu verlagern. Ansätze, wie sie dabei Qualitätsmängel ausschließen können, erarbeitet das Projekt GlobaliSE.
Willkommen auf der Homepage des GlobaliSE-Projekts!
GlobaliSE ist ein Forschungsprojekt im Rahmen des Forschungsverbundes „Unternehmenssoftware" und wird durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden‐Württemberg gefördert. Das Projekt startete im April 2009 und läuft bis März 2012.
Projektidee
Softwareunternehmen in Baden-Württemberg nehmen im Bereich der Unternehmenssoftware weltweit eine führende Rolle ein. Auf diesem Markt betätigen sich kleine und mittlere Unternehmen (KMU) mit großem Erfolg. Letztere sind in der Lage, aufgrund einer hohen Lösungskompetenz und einer stark situationsorientierten Arbeitsweise sehr flexibel und dynamisch auf die spezifischen Besonderheiten ihrer häufig ebenfalls mittelständischen Kunden einzugehen.
Die mittelständische Softwareindustrie ist aufgrund ihrer führenden Rolle und spezifischer Kenntnisse der Anforderungen ihrer Kunden ein wichtiger Erfolgsfaktor für die Wirtschaft Baden-Württembergs. Diese Stellung wird heute jedoch durch mehrere globale Entwicklungen herausgefordert:
- Der hiesige Fachkräftemangel in der Softwarebranche, verbunden mit der demografischen Entwicklung, führt zu einer Verlagerung von Aufgaben in Länder, in denen diese Fachkräfte in ausreichender Zahl zur Verfügung stehen.
- Das günstigere Kostenniveau in Osteuropa, Indien und China zwingt zu einer Verlagerung von Programmierungsarbeiten von Baden-Württemberg in diese Länder.
- Das steigende Qualifikationsniveau in den genannten Ländern erlaubt es zudem, das Anspruchsniveau der zu verlagernden Aufgaben anzuheben.
Zusammenfassend lässt sich daher feststellen, dass längerfristig eine Auslagerung auch höherwertiger Softwareentwicklungsaufgaben und damit eines größeren Teils der Wertschöpfung aus Baden-Württemberg droht.
Generelles Ziel des geplanten Vorhabens ist es, dieser Auslagerung entgegenzuwirken und insbesondere die mittelständische Softwareindustrie des Landes in die Lage zu versetzen, die spezifischen und wertschöpfungsintensiven Teile der Softwareentwicklung im Land zu halten. Dies soll dadurch geschehen, dass den Softwarehäusern Methoden und Werkzeuge an die Hand gegeben werden, mit denen sie ihre spezifischen Stärken auch unter wirtschaftlichen Wettbewerbsdruck besonders ausspielen können.
Das Kernthema von GlobaliSE ist die leichtgewichtige und für kleine und mittlere Softwareunternehmen praktikable Unterstützung des kompletten Lebenszyklus qualitativ hochwertiger, unternehmensspezifischer Softwaresysteme. Dabei sollen die Kernprozesse mit hoher Wertschöpfung im Land durchgeführt werden, wobei die global verteilte Auslagerung nicht-komplexer Teilsysteme möglich sein soll.



